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48. Uber das Gebet

Catharina Regina von Greiffenberg

Ach wie pfleg' ich mich zu freuen über Gottes Wort! herrlich pflegt mir zu verneuen seine Treu mein Hort.

wann ich in der Schrifft will lesen pflegt mein Hoffnung zu genesen meint sie sey im Port. Das Gebet des Himmels Leiter

ist der Hoffnung Grund; Gottes Geist ist des Bereiter; Jesus dessen Mund. wann die Seuffzer aufwerts steigen

Trost und Hülff' herab sich neigen: ach daß ichs empfund! Jesus Namen ist die Schalen: Gottes Geist die Glut

derer Feurig' Andacht Strahlen hitzen unfern Muht machen uns von Gott entfangen alles was wir nur verlangen

auch das höchste Gut. Moses hatte lang gekrieget nicht durch kühne Werk; Josua hat auch gesieget

nicht durch seine Stärk': durchs Gebet ists ihm gelungen daß viel König' er bezwungen. Dieses Bey spiel merk!

Hat Hiskias nicht erbetten die Gesundheits-Gab als er schier hätt sollen tretten aus dem Bett' ins Grab?

ach ich wüst' ihr viel zu schreiben: doch muß es anitzt verbleiben weil nicht Zeit ich hab? Ich will nur von neuem sagen

was ich selbst gesehn meines Vettern Krankheits Plagen musten stracks vergehn als wir zu dem Herrn lieffen

um Gesundheit ihn anrieffen ist es gleich geschehn. Beten ist mein Wehr und Waffen drauff ich mich verlaß.

Alles kan ich mit verschaffen wann ichs nur recht fass' alles Unglück überwinden Wunder-Trost in Trübsal finden:

was ist über das?

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