Seht der König König hängen
und uns all mit Blut besprengen.
Seine Wunden seyn die Brunnen
draus all unser Heil gerunnen.
Seht Er strecket seine Händ aus uns alle zu umfangen;
hat an sein lieb heisses Hertz uns zu drucken Lustverlangen.
Ja er neigt sein liebstes Haubt uns begierig mit zu küssen.
Seine Sinnen und Gebärden sind auf unser Heil gefliessen.
Seiner Seiten offen-stehen
macht sein gnädigs Herz uns sehen:
wann wir schauen mit den Sinnen
sehen wir uns selbst darinnen.
So viel Striemen so viel Wunden
als an seinen Leib gefunden
so viel Sieg-und Segens-Quellen
wolt Er unsrer Seel bestellen.
zwischen Himmel und der Erden
wolt Er aufgeopffert werden:
daß Er Gott und uns vergliche.
uns zu stärken Er verbliche: