Ach du schöne klare Quell
schnell' und hell!
fließ in süssen Freuden!
an dir wolle für und für
Lust und Zier
mit viel Freuden weiden.
Deiner Ufer Graß-Smaragd
mir behagt
vor das Türk Gewebe.
Was ist Gold und Seiden Wust
ohne Lust?
Freud' und Freyheit lebe!
Wann Aurora in der Früh
sprengt die Blüh
komm ich sie zu grüssen;
opffer einen klingel-Reim
in geheim;
eh Hitz-Strahlen schiessen.
Mit dem hellen Demant-Thau
ist die Au
durch und durch versetzet.
Niemand stillt den Himmel-Pracht
bey der Nacht
er bleibt unverletzet.
Hier sih' ich an allem Ort
meinen Hort
Hoffnung so mein Leben.
Biß zum Westen von dem Ost
muß mein Trost
mir vor Augen schweben.
Ich vergönn der Kronen Pracht
Ehr und Macht
dem den sie belieben:
denke bey der klaren Bach
Tugend nach
mich in ihr zu üben.
Weil das Geld ein Sorgen-Nest:
ist das bäst
die Begierde fliehen;
mit der frischen Fischer-Schaar
ohn Gefahr
Fisch davor beziehen.
Nimm die Blumen an den Rand
um den Strand
vor die edlen Steine:
sie sind ohne Meeres-Reiß
jedem Preiß
gleich so schön von Scheine.
In dem weissen Blüte-Buch
ich aufsuch
die Erschaffungs-Wunder:
setze dann an jedes Blat
an die statt
Lob und Preiß darunter.
Deiner Sänger Lufft gethön
klingt so schön:
über Feld-Trompete
die nur Blut und Mord bereit.
Dieser Streit
Lobt Gott in die Wette.