Das ewig unvergänglich Liecht
das Gnadensafftig einher bricht
und Seegen auf uns thauet
schafft daß die Sonn der Klärheit Thron
des Sternen-Reichs verguldte Kron
man frölich wider schauet.
Ehret mehret
Gottes Würde eur Begierde
soll itzt ringen
Gott am ersten Lob zu bringen.
Die kleine folg der grossen Welt
und werd nächst ihr zugleich erhellt:
doch mit viel edlern Strahlen
die nicht wann dieses grosse Rund
wird gehen ganz und gar zu grundt
mit solchem auch hinfallen.
Herzen Kerzen
Geistes glänzen kan bekränzen
wann die Erden
muß zu Staub und Aschen werden.
Gib daß der Geistes-Sonnen Krafft
geb meiner Sinnen-Erde Safft:
viel Tugend-Blüh zu zeigen.
Laß solche wie die Sonnen-Ros'
erhebend von dem Erden-Kloß
zu dir sich wider neigen.
Anfang Fortgang
glücklichs Schicken quickends Glücken
seeligs Enden
kommt O Gott aus deinen Händen.
Wann deine Gnaden-Hand mich führt
mein Geist dein Geist-Bestrahlung spürt
dein' Allmacht mir beyspringet:
so ist mir nichts unmüglich hoch.
Wann tausend Hydren wären noch
wann mich die Höll umringet
wolt' ich kecklich
sie verlachen meine Sachen
wohl vollbringen
dir Herr Lob und Sank zu singen.