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31. Freudiges Trost-Lied

Catharina Regina von Greiffenberg

Durch Noht und Tod zum lieben Gott nur steiff hindurch gedrungen. Ein Helden-Muht

läst Leib und Blut: wird nur der Sieg' errungen. Nur frisch gewagt! wanns schon versagt

einmal auch wol gar hundert. Durch Widerstand wird Gier entbrandt und Tugend aufgemundert.

Nur keck daran! dann letzlich kan Unläßlichkeit nichts fehlen. Der Felß genetzt

wird durch geätzt: und wär er auch gar stählen. Pfuy schäm dich Glück daß deine Tück

mir Schwachen nichts anwinnen! auch in der Flut und Wellen Wut mein Trost-Liecht pflegt zu brinnen.

Was Strahl und Knall was Qual und Fall hab ich nit ausgestanden! noch ist mein Liecht

hell aufgericht in meinem Geist vorhanden. Was Gott erhält (pflegt alle Welt

dawider schon zu toben ) muß doch bestehn und förter gehn sein Gnad' und Macht zu loben.

Ich zweifle nicht: was Gott verspricht muß wol vollzogen werden: und soll darauf

des Himmels Lauff sich ändern sampt der Erden.

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