O Höchster! hilff du mir mein Vnglück überwinden.
Mir ist es je zu schwer:
drum ich dein' Hülff begehr.
Laß nur zum wenigsten mich Linderung empfinden.
Herr hilff du mir behend:
wo nicht so machs ein End!
der viel-beglückte Tod hilfft herrlich überwinden.
Du Zucker-süsses End dem Gallen-bittern Leben!
komm her ich fürcht dich nicht
ich tritt dir ins Gesicht.
Du kanst das was der Welt unmüglich ist mir geben
du allerliebste Ruh
ach nahe dich herzu!
magst andern seyn ein Tod: mir aber wärst ein Leben.
Ich gläube daß sich recht der Häuter vor mir scheuet
weil ich so herzhafft bin.
Ach komm' und nimm mich hin!
mein Herz sich alleweil auf deine Sense freuet.
Ha! ha! mein Tod nur her!
dich an mich nichts nit kehr:
ein schlechter Mader der ein frisches Blümlein scheuet!