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1749–1832

Unbegrenzt .

Johann Wolfgang Goethe

Dass du nicht enden kannst das macht dich gross, Und dass du nie beginnst das ist dein Loos. Dein Lied ist drehend wie das Sterngewölbe, Anfang und Ende immer fort dasselbe,

Und was die Mitte bringt ist offenbar, Das was zu Ende bleibt und Anfangs war. Du bist der Freuden ächte Dichterquelle, Und ungezählt entfliesst dir Well’ auf Welle.

Zum Küssen stets bereiter Mund, Ein Brustgesang der lieblich fliesset, Zum Trinken stets gereizter Schlund, Ein gutes Herz das sich ergiesset.

Und mag die ganze Welt versinken, Hafis mit dir, mit dir allein Will ich wetteifern! Lust und Pein Sey uns den Zwillingen gemein!

Wie du zu lieben und zu trinken Das soll mein Stolz, mein Leben seyn. Nun töne Lied mit eignem Feuer! Denn du bist älter, du bist neuer.

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