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1749–1832

Suleika .

Johann Wolfgang Goethe

Ach! um deine feuchten Schwingen, West, wie sehr ich dich beneide: Denn du kannst ihm Kunde bringen Was ich in der Trennung leide.

Die Bewegung deiner Flügel Weckt im Busen stilles Sehnen, Blumen, Augen, Wald und Hügel Stehn bey deinem Hauch in Thränen.

Doch dein mildes sanftes Wehen Kühlt die wunden Augenlieder; Ach für Leid müsst’ ich vergehen, Hofft’ ich nicht zu sehn ihn wieder.

Eile denn zu meinem Lieben, Spreche sanft zu seinem Herzen; Doch vermeid’ ihn zu betrüben Und verbirg ihm meine Schmerzen.

Sag ihm, aber sag’s bescheiden: Seine Liebe sey mein Leben, Freudiges Gefühl von beyden Wird mir seine Nähe geben.

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Suleika . · Johann Wolfgang Goethe · Poetry Cove