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1790

Suleika

Johann Wolfgang Goethe

Wie mit innigstem Behagen, Lied, empfind ich deinen Sinn! Liebevoll du scheinst zu sagen: Daß ich ihm zur Seite bin.

Daß er ewig mein gedenket, Seiner Liebe Seligkeit Immerdar der Fernen schenket, Die ein Leben ihm geweiht.

Ja, mein Herz, es ist der Spiegel, Freund, worin du dich erblickt, Diese Brust, wo deine Siegel Kuß auf Kuß hereingedrückt.

Süßes Dichten, lautre Wahrheit Fesselt mich in Sympathie! Rein verkörpert Liebesklarheit Im Gewand der Poesie.

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