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1749–1832

Liebliches .

Johann Wolfgang Goethe

Was doch buntes dort verbindet Mir den Himmel mit der Höhe? Morgennebelung verblindet Mir des Blickes scharfe Sehe.

Sind es Zelten des Vessires Die er lieben Frauen baute? Sind es Teppiche des Festes Weil er sich der Liebsten traute?

Roth und weiss, gemischt, gesprenkelt Wüsst’ ich schönres nicht zu schauen; Doch wie Hafis kommt dein Schiras Auf des Nordens trübe Gauen?

Ja es sind die bunten Mohne, Die sich nachbarlich erstrecken, Und, dem Kriegesgott zum Hohne, Felder streifweis freundlich decken.

Möge stets so der Gescheute Nutzend Blumenzierde pflegen, Und ein Sonnenschein, wie heute, Klären sie auf meinen Wegen!

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