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1749–1832

Hatem .

Johann Wolfgang Goethe

Kaum dass ich dich wieder habe Dich mit Kuss und Liedern labe, Bist du still in dich gekehret; Was beengt? und drückt und störet?

Ach, Suleika, soll ich’s sagen? Statt zu loben möcht’ ich klagen! Sangest sonst nur meine Lieder, Immer neu und immer wieder.

Sollte wohl auch diese loben, Doch sie sind nur eingeschoben; Nicht von Hafis, nicht Nisami, Nicht Saadi, nicht von Dschami.

Kenn’ ich doch der Väter Menge, Sylb’ um Sylbe, Klang um Klänge, Im Gedächtniss unverloren; Diese da sind neu geboren.

Gestern wurden sie gedichtet. Sag hast du dich neu verpflichtet? Hauchest du so froh-verwegen Fremden Athem mir entgegen!

Der dich eben so belebet, Eben so in Liebe schwebet, Lockend, ladend zum Vereine So harmonisch als der meine.

War Hatem lange doch entfernt, Das Mädchen hatte was gelernt, Von ihm war sie so schön gelobt, Da hat die Trennung sich erprobt.

Wohl dass sie dir nicht fremde scheinen; Sie sind Suleika’s, sind die deinen!

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