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1767

Glück und Traum

Johann Wolfgang Goethe

Du hast uns oft im Traum gesehen Zusammen zum Altare gehen, Und dich als Frau und mich als Mann. Oft nahm ich wachend deinem Munde,

In einer unbewachten Stunde, Soviel man Küsse nehmen kann. Das reinste Glück, das wir empfunden, Die Wollust mancher reichen Stunden

Floh wie die Zeit mit dem Genuß. Was hilft es mir, daß ich genieße? Wie Träume fliehn die wärmsten Küsse, Und alle Freude wie ein Kuß.

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