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1790

[An vollen Büschelzweigen]

Johann Wolfgang Goethe

An vollen Büschelzweigen, Geliebte, sieh nur hin! Laß dir die Früchte zeigen, Umschalet stachlig grün.

Sie hängen längst geballet, Still, unbekannt mit sich, Ein Ast, der schaukelnd wallet, Wiegt sie geduldiglich.

Doch immer reift von innen Und schwillt der braune Kern, Er möchte Luft gewinnen Und säh die Sonne gern.

Die Schale platzt, und nieder Macht er sich freudig los; So fallen meine Lieder Gehäuft in deinen Schoß.

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