Skip to content
1749–1832

An Suleika .

Johann Wolfgang Goethe

Dir mit Wohlgeruch zu kosen, Deine Freuden zu erhöhn, Knospend müssen tausend Rosen Erst in Gluten untergehn.

Um ein Fläschchen zu besitzen Das den Ruch auf ewig hält, Schlank wie deine Fingerspitzen, Da bedarf es einer Welt.

Einer Welt von Lebenstrieben, Die, in ihrer Fülle Drang, Ahndeten schon Bulbuls Lieben, Seeleregenden Gesang.

Sollte jene Quaal uns quälen? Da sie unsre Lust vermehrt. Hat nicht Myriaden Seelen Timurs Herrschaft aufgezehrt!

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
An Suleika . · Johann Wolfgang Goethe · Poetry Cove