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1774

An Belinden

Johann Wolfgang Goethe

Warum ziehst du mich unwiderstehlich, Ach, in jene Pracht? War ich guter Junge nicht so selig In der öden Nacht?

Heimlich in mein Zimmerchen verschlossen, Lag im Mondenschein, Ganz von seinem Schauerlicht umflossen, Und ich dämmert ein;

Träumte da von vollen, goldnen Stunden Ungemischter Lust, Hatte schon dein liebes Bild empfunden Tief in meiner Brust.

Bin ich's noch, den du bei so viel Lichtern An dem Spieltisch hältst? Oft so unerträglichen Gesichtern Gegenüberstellst?

Reizender ist mir des Frühlings Blüte Nun nicht auf der Flur; Wo du, Engel, bist, ist Lieb und Güte, Wo du bist, Natur.

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