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1749–1832

Allleben .

Johann Wolfgang Goethe

Staub ist eins der Elemente Das du gar geschickt bezwingest Hafis, wenn zu Liebchens Ehren, Du ein zierlich Liedchen singest.

Denn der Staub auf ihrer Schwelle Ist dem Teppich vorzuziehen, Dessen goldgewirkte Blumen Mahmuds Günstlinge beknieen.

Treibt der Wind von ihrer Pforte Wolken Staubs behend vorüber, Mehr als Moschus sind die Düfte Und als Rosenöl dir lieber.

Staub den hab’ ich längst entbehret In dem stets umhüllten Norden, Aber in dem heissen Süden Ist er mir genugsam worden.

Doch schon längst das liebe Pforten Mir auf ihren Angeln schwiegen! Heile mich Gewitterregen, Lass mich dass es grunelt riechen!

Wenn jetzt alle Donner rollen Und der ganze Himmel leuchtet, Wird der wilde Staub des Windes Nach dem Boden hingefeuchtet.

Und sogleich entspringt ein Leben, Schwillt ein heilig, heimlich Wirken, Und es grunelt und es grünet In den irdischen Bezirken.

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