Skip to content
1822

69

Johann Wolfgang Goethe

Am feuchten Fels, den dichtes Moos versteckt, Erblühen Blumen, flattert manch Insekt; Scheint es auch dürr den kahlen Berg hinan, So nährt es doch, das Schaf bewollt sich dran.

Die Wiese grünt, gehörnte Herde braunt, Da wandeln Menschen, gut und bös gelaunt, Genießen reichlich, spärlich, früh und spat Den Wunderwuchs der folgereichen Saat.

Und wenn der Kranke fast am Ziel erliegt, So steigt die Quelle rasch, die Hoffnung siegt. Ihr! vom Gestein hinauf zur Atmosphäre Gedenket mein! – Dem Höchsten Preis und Ehre!

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
69 · Johann Wolfgang Goethe · Poetry Cove