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1821

3

Johann Wolfgang Goethe

Der Frühling grünte zeitig, blühte froh Narziss' und Tulpe, dann die Rose so; Auch Früchte reiften mit gedrängtem Segen Der nah und nähern Sonnenglut entgegen;

Sie zierten wechselnd längst ersehnte Zeit Und schmeichelten der tiefsten Einsamkeit. Da stellte sich dem Hocherstaunten dar Ein hehrer Fürst und Jugend Paar um Paar,

So gut als lieb, ehrwürdig und erfreulich; Der innre Sinn bewahret sie getreulich, In Frühlings-, Sommer-, Herbst- und Wintertagen Die holden Bilder auf- und abzutragen;

So kann er dann, bei solcher Sterne Schein, Auch wenn er wollte, niemals einsam sein.

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