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1784

Die BardenFußnoten

Leopold Friedrich Günther von Goeckingk

In dem Hain', wo vormals Harfen klangen, Und im Mondenscheine Barden sangen, Sitz' ich auf dem grauen Opfersteine Einsam, und weine.

Ihre Lieder, die auf allen Zungen Damals schwebten, hat die Zeit verschlungen, Ihre Namen – einst in jedem Munde! – Täuschen die Kunde.

Ruhm und Dank dem Volke, das die Lieder Ossians, hat, von dem Sohne, wieder Auf den Enkel, mit der Vorwelt Sagen, Uebergetragen!

Väter unsers Harzes! Euren Söhnen Ließet ihr den Hang zu süßen Tönen: O warum nicht Einen, von der Menge Bardengesänge?

Doch ich will, (obgleich im langen Haine, Wo ihr sonst gesungen, nur der Eine Sänger noch!) auch den Verlust von Herzen Gerne verschmerzen.

Dafür ließt ihr uns, in euren Hütten, Festen Muth, und unschuldsvolle Sitten! Edler dünkt mich's, Thaten selbst vollbringen, Als sie nur singen.

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