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1709

[Las dich deine Söhne küßen,]

Johann Christian Günther

Las dich deine Söhne küßen, Atlas unsers Heiligthums, Obgleich Erd und Himmel wißen, Daß die Ehre deines Ruhms

Auch von Klügsten dieser Erden Nicht recht kan gepriesen werden. Salems fest gesezte Mauren, Unser Abel, deine Lust,

Müßen forthin ewig dauren, Weil Eliä Geist und Brust, Dein so unabläslichs Bethen, Vor die Riß und Brüche treten.

Deine Zunge lehrt ein Leben, Goldner Mund, das ewig währt; Und wir sind die zarten Reben, Die dein milder Seegen nährt.

Wenn die Blätter Früchte bringen, Wollen wir weit beßer singen. Jezt schmückt Unschuld unsern Willen, Unvergleichlich holder Mann,

Denn dich kan das Herze stillen, Wenn man nichts mehr leisten kan. Dein Ruhm baut dir Ehrenbogen, Bleib nur unserm Wuntsch gewogen.

Gott hat dich wohl angeschrieben, Jacobs Heerde folget dir, Jeder muß dein Thummim lieben, Weil dein Urim für und für

Auf dem frommen Herzen brennet, Das kein wüstes Babel kennet. Also wachs in tausend Äste, Ceder unsers Libanons,

Und der Himmel thu das Beste Nebst dir zu dem Bau Sions: So wird stets dein Nahme grünen Und Perpetua dir dienen.

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