Skip to content
1805

[Wild verwirrt sind mir die Sinne]

Karoline von Günderode

Wild verwirrt sind mir die Sinne; Steig herauf, eh ich beginne, Dich am Schlangenhaar zu greifen, Wüthend an den Tag zu schleifen.

Weh wenn du mit Antwort geizest, Schwer mir so die Seele reizest, Wisse das ich dann dich finde, Wärst du in der Höllenschlunde.

Peitsche dich mit Flammenruthen, Bade dich in Hölengluthen; Dich soll die Sommersgluth verzehren Und Todesangst dein Leben nähren.

Kein Mitleid soll dir Trost gewähren, Schmerz, Qual erzeugen und gebähren, Drum steig herauf ehe gewaltig Dich ergreifet meines Zornes

Mächtige Rechte! Wer ruft so mit mächtiger Stimme in den Abgrund, Daß der Hela

Burgen erbeben Und wiederhallen Die dunklen Klüfte Vom gräßlichen Nachhall?

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
[Wild verwirrt sind mir die Sinne] · Karoline von Günderode · Poetry Cove