Skip to content
1761

Die Flucht

Johann Wilhelm Ludwig Gleim

Brüder! seht doch durch die Gläser. Seht doch, welche Menschenköpfe! Stehn doch Köpfe von den Thieren Auf den Hälsen schöner Männer!

Jener da weist uns die Zähne. Welcher Hund kann wol so Bellen? Welcher Hund ist ihm wol ähnlich? Dort im Winkel grunzt sein Bruder.

Hört! nun fängt er an zu lästern; Denn er lästert auch im Beten. Welche schwarze Lästerworte Fliegen von den frommen Lippen.

Brüder seht! die frommen Lippen Sind so schwarz, wie Priesterrökke. Brüder kommt, wir wollen laufen, Denn sie speien Haß und Geifer,

Und er trift schon ihre Brüder. Kommt, und laßt die Narren lästern, Kommt, wir wollen hier nicht trinken.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Die Flucht · Johann Wilhelm Ludwig Gleim · Poetry Cove