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1719–1803

An die Sonne.

Johann Wilhelm Ludwig Gleim

Sonne, brich doch durch die Wolken! Laß uns doch den hellen Himmel Laß uns deine Stralen sehen! Haben denn die dikken Dünste

Dich nicht lang genug verdunkelt? Hat es nicht genug geregnet? Sieh, die Fluren stehn voll Wasser, Und es ist für deine Stralen,

Viel zu trokknen, viel zu trinken! Sonne, laß die düstern Wolken Schnell vor deinen Stralen fliehen; Aber, wenn sie, statt des Wassers,

Wein herunter schütten wollen, Solchen Wein, wie ich itzt trinke, O so laß die Wolken regnen!

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