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1761

4. Der Löwe und der Fuchs

Johann Wilhelm Ludwig Gleim

Zum Löwen sprach der Fuchs: Ich muß Dirs endlich nur gestehen, mein Verdruß Hat sonst kein Ende: Der Esel spricht von dir nicht gut;

Er sagt: was ich an dir zu loben fände, Das wiss' er nicht; dein Heldenmut Sei zweifelhaft; du gäbst ihm keine Proben Von Großmut und Gerechtigkeit;

Du würgetest die Unschuld, suchtest Streit; Er könne dich nicht lieben und nicht loben. Ein Weilchen schwieg der Löwe still; Dann aber sprach er: Fuchs! er spreche, was er will;

Denn, was von mir ein Esel spricht, Das acht' ich nicht!

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