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1761

14. Der Dichter und ein Fuchs

Johann Wilhelm Ludwig Gleim

Herr Dichter, sprach ein Fuchs, der an der Kette lag, Ich bitte, laßt mich los! ich will ein Stückchen machen, Ihr sollt darüber lachen; Nur heut' auf einen Tag!

Auf einen Augenblick Dürft es nur sein, du Schalk! so lachtest du der Kette. Ja! wer von dir nicht schon so manches Schelmenstück Gehöret und gelesen hätte!

Du bist so schlau, so schlau! so listig, daß man dich Fest hält, wenn man dich hat; die Kunst ist, dich zu kriegen! Darum, du Vogel, du! wer klug ist, tröstet sich An seiner Kette selbst, und bleibt geduldig liegen.

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