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1827

St!

Adolf Glaßbrenner

Die Zwitter und die Zitterer, Die zischelten zusammen, Ob's schon zur Zeit sei, die Censur Aus Deutschland zu verdammen.

Der Erste sagt', es müsse gehn; Der Zweite sprach: es macht sich; Der Dritte setzt die Brille auf Und hat erst noch bedacht sich.

Die Zwitter und die Zitterer Sie disputirten leise; Sie schloßen Thür und Fenster zu, Und das war äußerst weise.

Der Vierte sprach: seid nicht zu schnell! Hübsch vorsichtig, ihr Leutchen! Es ist noch manches Hinderniß Für solch Ziel zu beseit'gen!

Da dachten gleich die Zwitter nach Den letzten Interdicten; Die Zitt'rer aber sahen sich Bedenklich an und nickten.

Der Fünfte sprach: 's ist noch nicht Zeit; Die Fürsten sind dagegen! Die beiden Letzten wollten sich Die Sach' noch überlegen.

Sie zankten leis' und zischelten, Die Zitt'rer und die Zwitter; Sie sahen scheu und duckten sich Wie Schafe beim Gewitter.

Ein Secretair, der räuspert' sich: Da fuhr'n sie auseinander; Sie hatten einen Schreck gekriegt, Und zitterten selbander.

Die Zwitter und die Zitterer, Sie schwiegen nicht sehr lange; Doch ward bei dem Politisirn Den Meisten angst und bange.

Sie zischelten und zankten leis', Auf daß es Niemand höre; Ob die Gedankenfreiheit jetzt Schon einzuführen wäre.

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