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1827

Bestrafte Falschheit

Adolf Glaßbrenner

Jetzt wollen wir mal singen Das nagelneue Lied, Von einem schmucken Junker, – Ei, ei, vom schmucken Junker!

Der sich in Zwei verliebt. Die Eine war die Freiheit, Die Zweit' die Höferei; Die Freiheit ließ er fahren, –

Ei, ei, die ließ er fahren! Und schwur der Höferei. Die Höferei frägt leise: Warst du und bleibst mir treu?

„Der Schwarze soll mich holen, – Ei, ei, der soll ihn holen! Ich war und bleib' dir treu!“ Jetzt kriegt er Orden, Degen

Und glänzendes Gewand; Es dauert kaum drei Tage, – Ei, ei, kaum dreier Tage! Da reicht sie ihm die Hand.

Doch an dem Hochzeitsfeste, Just bei der Tafellust, Da kam der schwarze Satan, – Ei, ei, der schwarze Satan!

Und packt ihn bei der Brust. „Den Eid hast du gebrochen, Verlassen deine Braut! Der Freiheit bist verlobet, –

Ei, ei, der bist verlobet! Der Höferei getraut.“ So nahm er ihn beim Kragen Und fuhr mit ihm hinaus;

Die Wittwe aber lachte, – Ei, ei, die Wittwe lachte! Die stummen Gäste aus. Und ist mein Mann zur Höllen,

Hab' ich doch Gold und Pracht! Und mehr als hundert Buhlen, – Ei, ei, als hundert Buhlen! Bei Tage und bei Nacht!

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