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So geht der alte liebe Herr nun auch dahin

Paul Gerhardt

So geht der alte liebe Herr nun auch dahin: Nachdem er achtzig und was drüber ist erlebet. Er geht zu Gott: Und legt und schlägt aus seinem Sinn Das, was noch, wies Gott weiß, uns überm Haupte schwebet.

Die Kinder klagen ihn, ach Vater, unser Schutz! Die Ehgenossin läßt die Tränen häufig fließen. Was Kindeskinder sind, bedenken, was für Nutz Sie hiebevor gehabt und nun nicht mehr genießen

Und weinen bitterlich. Die werte Bürgerschaft Folgt ihrem Haupte nach und gibt ihm das Geleite Zu seinem Schlafgemach, dahin der Tod ihn rafft Gleich wie uns allzumal. Ich aber setz ihm heute

Zu Ehren diese Schrift: Ein Mann von alter Treu Und deutscher Redlichkeit, ein Mann von vielen Gaben Und großer Wissenschaft, ein Mann, der frisch und frei Das Recht geschützt, die Stadt regiert, wird jetzt begraben.

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