Ich trat vor dich mit einem segenspruche
Am abend wo für dich die kerzen brannten
Und reichte dir auf einem sammtnen tuche
Die höchste meiner gaben: den demanten
Du aber weisst nichts von dem opferbrauche
Von blanken leuchtern mit erhobnen ärmen
Von schalen die mit wolkenreinem rauche
Der strengen tempel finsterniss erwärmen
Von engeln die sich in den nischen sammeln
Und sich bespiegeln am kristallnen lüster
Von glühender und banger bitte stammeln
Von halben seufzern hingehaucht im düster
Und nichts von wünschen die auf untern sprossen
Des festlichen altars vernehmlich wimmern
Du fassest fragend kalt und unentschlossen
Den edelstein aus gluten thränen schimmern.