Des sehers wort ist wenigen gemeinsam
Schon als die ersten kühnen wünsche kamen
In einem seltnen reiche ernst und einsam
Erfand er für die dinge eigne namen
Die hier erdonnerten von ungeheuern
Befehlen oder lispelten wie bitten
Die wie Paktolen in rubinenfeuern
Und bald wie linde frühlingsbäche glitten
An deren kraft und klang er sich ergezte
Sie waren wenn er sich im höchsten schwunge
Der welt entfliehend unter träume sezte
Des tempels saitenspiel und heilge zunge
Nur sie — und nicht der sanften lehre lallen
Das mütterliche — hat er sich erlesen
Als er im rausch von mai und nachtigallen
Sann über erster sehnsucht fabelwesen
Als er zum lenker seiner lebensfrühe
Im beten rief ob die verheissung löge · ·
Erflehend dass aus zagen busens mühe
Das denkbild sich zur sonne heben möge.