Skip to content
1868–1933

N.A.

Stefan George

Wisst nicht was unter dem fuss euch ruht — Den Meister lockt nicht die landschaft am strande Wie jene blendend im schosse der flut Die häuser und höfe wie er sie ersonnen

Und unter den tritten der wesen beschworen Ohne beispiel die strassen die bronnen Und grotten in strahlendem rausche geboren Die einen blinken in ewigen wintern

Iene von hundertfarbigen erzen Aus denen juwelen als tropfen sintern Und flimmern und glimmen vor währenden kerzen Die ströme die in den höheren stollen

Wie scharlach granat und rubinen sprühten Verfärben sich blässer im niederrollen Und fliessen von nun ab wie rosenblüten Auf seen tiefgrün in häfen verloren

Schaukeln die ruderentbehrenden nachen Sie wissen auch in die wellen zu bohren Bei armige riffe und gähnende drachen Der schöpfung wo er nur geweckt und verwaltet

Erhabene neuheit ihn manchmal erfreut Wo ausser dem seinen kein wille schaltet Und wo er dem licht und dem wetter gebeut

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
N.A. · Stefan George · Poetry Cove