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1833

Unter den alten Rüstern

Emanuel Geibel

Ihr alten Rüstern, Wie süß zur Rast Lädt euer Flüstern Den müden Gast!

O wogt und schattet Ums Haupt mir kühl! Noch dröhnt's ermattet Vom Stadtgewühl,

Wo, nie entlastet, Das Leben rollt, Gewinnsucht hastet, Parteiwut grollt,

Nach Brot die Menge Und Spielen schreit, Und hohl Gepränge Die Kunst entweiht.

Vom eitlen Rauschen Wie bin ich satt! Nun will ich lauschen Auf Blüt' und Blatt;

Nun will ich hören Die Weise nur, Die du in Chören Mir singst, Natur,

Die große Weise, Die, wo sie klingt, In Schauern leise Mein Herz verjüngt,

Das Lied vom Wachsen Und vom Vergehn, Nach dem die Achsen Der Welt sich drehn.

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