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1833

Regenzeit

Emanuel Geibel

Geh' ich nach dem ew'gen Regen Durch den Wald bei früher Zeit, Ei, wie macht auf allen Wegen Sich das Volk der Pilze breit!

Zwischen Dorn und Hagebutte Truppweis auf des Pfades Rand Stehn sie hier in weißer Kutte, Dort im braunen Mönchsgewand.

Andre blähn gleich Kardinälen Sich im flachen Scharlachhut, Ach, und vollends nicht zu zählen Ist die schwarzgefleckte Brut.

Dicht geschart und immer dichter Durchs Revier von Ort zu Ort Wälzt das schwammige Gelichter Seine Propagande fort;

Klimmt mit unheimlicher Schnelle Hügelan aus jeder Schluft, Haucht von jeder sumpf'gen Stelle Seinen Brodem in die Luft.

Frischen Sonnenatem sende, Güt'ger Himmel, send' ihn bald! Sonst verdumpft uns noch am Ende Dies Gezücht den ganzen Wald.

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