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1833

Pause

Emanuel Geibel

Wer will's denn leugnen, daß in unsern Tagen Ein rascher Pulsschlag sich lebendig regt, Daß rings ein frischer Geist die Welt bewegt, Und die Gedanken neue Flüge wagen?

Die Wissenschaft zertrümmert ohne Zagen Manch dumpfe Schranke, die uns eingehegt, Der Baum der Freiheit, der schon Blüten trägt, Verheißt, dereinst uns goldne Frucht zu tragen.

Ein Großes aber mangelt dieser Zeit: Das eigne Dach und Fach, das mit Vertrauen Die Brust erfüllt, und drin die Rast gedeiht. Noch heimatlos, bei Sonn' und Wettergrauen

Sitzt sie auf Trümmern der Vergangenheit Und Quadern, für der Zukunft Bau gehauen.

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