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1833

Lied

Emanuel Geibel

Ach, du fliehst vergebens, Was dich härmt und kränkt; Keinem wird des Lebens Bittrer Zoll geschenkt.

Wenn der erste süße Jugendleichtsinn schwand, Bleibt dir an die Füße Stets ein Weh gebannt.

Zu den höchsten Matten, Unters stillste Dach Wandelt, wie dein Schatten, Dir die Sorge nach;

Mischt zu jedem Glanze Sich als Nebel still, Nagt an jedem Kranze, Der dir blühen will;

Bis du, unter Schmerzen, An durchkämpftem Tag Dir errangst im Herzen, Was sie bänd'gen mag:

Mut, der sturmentgegen Neuen Pfad sich bahnt, Demut, die den Segen Auch im Trübsal ahnt.

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