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1833

Gute Stunde

Emanuel Geibel

Wie ward es tief in mir so stille! Der Tage Wandeln rührt mich kaum. Der Lärm der Zeit, der Menschen Wille Geht mir vorüber wie ein Traum.

Doch drinnen ist es warm und helle, Es lauscht die Seele ungestört In sich hinein, daß sie die Welle Des eignen Wohllauts fluten hört.

Als wie aus Flammen neu geboren, So spielt das Herz mir frisch und rein: Vergessen ist, was ich verloren, Und, was ich liebte, dennoch mein.

Es hat der Jugend süß Gedenken Sich wie ein Himmel aufgetan; Und schön mit seiner Huld Geschenken Erscheint der Gott und rührt mich an.

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