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1833

An Denselben

Emanuel Geibel

Ich hätte gern, o Freund, mit dir gespeist heute, Und frohen Muts bei perlenreichem Schaumweine Der Zeit gedacht, da wir im attischen Ölwalde An herberm Trunk uns labten aus dem Pechschlauche.

Auch hätt' ich willig dir von hundert Torheiten Erzählt, wie mir im schwangern Haupte buntfarbig Ein ganzer Rattenkönig sitzt von Lustspielen. Du aber wärst vielleicht, dafern ich scherzweise

Mich Zeus vergleichen darf, in ros'ger Weinlaune Hephästos worden, meines Kopfes Hebamme. Doch andres sannest du, und andern Pfad wählet Die Hore. Denn es lud der malereikund'ge

Breitstirn'ge Freund mich gestern schon zum Gastmahle; Und sicher wär' es mißgetan, durch Ausbleiben Sein hold Gemahl zu kränken, der ich dienstwillig Zu Füßen legt' ein halbes Dutzend Auflagen.

Drum mußt du heut bei Tafel, statt an Versrhythmen, Mit deinem Bruder dich erfreun an ernsthaftern Indogermanischen Sprachvergleichungsgrundsätzen. Mich aber laß die liebe Hoffnung festhalten,

Daß du mir bald einmal Hephästos sein werdest.

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