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1833

An den Genius

Emanuel Geibel

Du Genius, der von ew'gem Herd Mein Wesen all gesetzt in Flammen, O halte diesen Leib zusammen, Bis ich ein Werk schuf deiner wert;

Dann mag in Erde, Luft und Wellen Der Staub dem Staube sich gesellen, Ein Tropfen, der zum Meere kehrt. Du legtest tief in diese Brust

Die Sehnsucht, Gott und Welt zu schauen, Dem Lied es selig zu vertrauen Mit Wort und Klang, was mir bewußt; O laß mich fahren nicht von hinnen,

Bis einmal ich mit reinen Sinnen Gekostet der Erfüllung Lust. Mir schläft im Herzen noch so viel; O bin ich einer der Erkornen:

Erbarme dich des Ungebornen, Gib Leben, Leben, bis ans Ziel! Daß ich dort unten Ruhe finde, Und Trostes voll der Kranz sich winde

Um mein verstummend Saitenspiel.

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