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1833

8.

Emanuel Geibel

Ich hab' es bei mir selber wohl erwogen In einer langen, schlummerlosen Nacht, Daß Liebe, die mir Süßes viel gebracht, Mich dennoch um mein bestes Glück betrogen.

Denn seit der Zeit, daß ihrer ich gepflogen, Verlor ich Ruhe, Heiterkeit, Bedacht; Bald war mein Sinn zu wilder Glut entfacht Und bald in Schmerzen fern hinausgezogen.

Darum beschloß ich, sonder Ungeduld Dem holden Reiz auf immer zu entsagen Und abzutun der Neigung süße Schuld. In Ruhe sollst fortan, mein Herz, du schlagen

Und statt des Schattens flücht'ger Erdenhuld Die Ewigkeit in deiner Tiefe tragen.

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8. · Emanuel Geibel · Poetry Cove