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1833

7.

Emanuel Geibel

Im Wind verhallt Trompetenton Und ferner Paukenschlag; Es zieht durchs Feld die Prozession Am schönsten Frühlingstag.

Die Fahnen wehn im Sonnenschein, Die Kreuze blinken vorn; Von tausend Stimmen murmelt's drein, Sie flehn um Wein und Korn.

Weit hinterm Zug, verspätet, geht Durchs blühnde Saatgewind', Versunken in ihr still Gebet, Ein hold blauäugig Kind.

Ihr rosig Antlitz ist so klar, Ihr weiß Gewand so rein, Um ihre Stirn das goldne Haar Fließt wie ein Glorienschein.

So wallt sie hin, das süße Bild, Den Palmzweig in der Hand, Als zög' ein Engel durchs Gefild' Und segnete das Land.

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