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1833

5. Die Küsse

Emanuel Geibel

In Saloniki war es nicht, Nicht war's im schmucken Städtchen, Im armen Wlachenlande liebt' Ich einer Witwe Mädchen.

Jetzt schmücke, Mutter, schmück' das Haus Und schmücke deinen Garten! Die Tochter dein so hold und fein Soll mich als Braut erwarten.

Sie hat die Lippen rosenrot Gefärbt mit rotem Scheine; Ich neigte mich und küßte sie Und färbte auch die meinen.

In dreien Flüssen wusch ich sie Und färbte rot die Flüsse Und färbte rot das Meer dazu Durch ihre roten Küsse.

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