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1833

5.

Emanuel Geibel

Gebt mir vom Becher nur den Schaum, Den leichten Schaum der Reben! Gebt nur einen flüchtigen Liebestraum Mir für dies flüchtige Leben!

Den vollen Zug, das sichre Gut, Ich gönn' es jedem andern, Der fest am eignen Herde ruht; Ich aber muß schweifen und wandern.

Muß schweifen und wandern hin und her Auf allen Pfaden und Wegen, Wohl über die Lande, wohl über das Meer, Dem ewigen Lenz entgegen.

Und wo ein Blick mir freundlich glänzt, Und wo auf meiner Reise Ein Gastfreund mir den Wein kredenzt, Da sing' ich die alte Weise:

„Gebt mir vom Becher nur den Schaum, Den leichten Schaum der Reben, Gebt nur einen flüchtigen Liebestraum Mir für dies flüchtige Leben!“

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