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1833

3.

Emanuel Geibel

Ihr Rebengärten an den Klüften, Ihr Nelken, die vom Fels ihr lauscht, Wie habt ihr heut mit euren Düften Mir rätselhaft den Sinn berauscht!

Durch all mein Wesen flutet wieder Vergeßne Lust, erinnernd Leid; Im Zwielicht kommt's auf mich hernieder Wie Flügelschlag der Jugendzeit.

Mir ist, als rührte meine Wange Ein Kuß von unsichtbarem Mund; Da bäumt sich wild wie eine Schlange Die Sehnsucht auf vom Herzensgrund.

Die Arme streck' ich voll Verlangen Ins Dunkel, das mich heiß umgibt; O komm, o komm, laß dich umfangen! Wo bist du, Seele, die mich liebt?

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