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1833

23.

Emanuel Geibel

Rauher Tag will rauhe Weise; Nun am Herd der Waffenschmied Schwerter fegt, wer lauscht im Kreise Noch auf dein gedämpftes Lied?

Laß dir's willig, Herz, gefallen, Geht die Zeit doch kühnen Gang; Dies Getös auch wird verhallen, Wenn dein Volk sein Ziel errang.

Wenn die Burg einst seiner Ehren Ausgebaut ins Blaue strebt, Nach Gesängen wird's begehren, Drauf ein Hauch des Friedens schwebt.

Schönheit wieder vom Poeten Fordert dann ein froh Geschlecht; Frühling, Lieb' und Andacht treten In ihr uralt heilig Recht.

Und im Klange deiner Lieder, Ob dich längst die Erde kühlt, Durch die Brust der Jugend wieder Wandelt, was du einst gefühlt.

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23. · Emanuel Geibel · Poetry Cove