Großes vermag der Verstand, er ersinnt und bildet und ordnet,
Aber das Kunstwerk schweigt, aber die Ordnung ist tot.
Prangt auch hehr das Gebild' in der Glieder entzückendem Gleichmaß:
Nimmer vom Marmorgestell springt es errötend herab,
Nimmer bewegt sich die atmende Brust, von der schwellenden Lippe
Fließt, uns das Herz zu erfreun, nie der empfindende Laut;
Ach, und des Auges erstarrtes Gewölb' klagt traurig und glanzlos:
„Warum gabst du den Leib, wenn du die Seele nicht gibst?“
Willst du Lebendiges zeugen, so schaffe, wie Gott schuf – liebend;
Göttlichen Odem beschert einzig die Liebe dem Werk.