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1833

19.

Emanuel Geibel

Die Nacht war träumerisch, wir zogen Hinab des Parnes dunkle Schlucht, Da grüßt' uns plötzlich weit im Bogen Eleusis' mondbeglänzte Bucht.

Wir sahn Kithärons Gipfel winken, Und unsrer Rosse Huf betrat, Die Bergwand rechts, das Meer zur Linken, Des heil'gen Wegs uralten Pfad.

Hier floß, die Feier zu bereiten, Das Haupt bekränzt mit Asphodil, Dereinst der Festzug der Geweihten Bei Fackelglanz und Flötenspiel.

Fromm zu Demeters Heiligtume Den Strand hin wallten sie die Bahn, Des Rebenbluts, der Weizenkrume Tiefdeutig Sinnbild zu empfahn.

„In Flammen wird das Korn zum Brote, Die Traube gärt zermalmt zum Wein, Des Lebens Blüte reift im Tode.“ So klang das Chorlied durch die Reihn.

So klang's, und tausend Herzen schwollen, Vom Graus der Schattenwelt befreit, Getröstet von dem rätselvollen Gedanken der Unsterblichkeit. – –

Da plötzlich hielten unsre Pferde, Eleusis war erreicht; es bot Der Gastfreund uns den Platz am Herde Und bracht' uns dienend – Wein und Brot.

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