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1833

18.

Emanuel Geibel

Spät auf hoher Schloßverande Saßen wir und sahn hinaus; Traumhaft überm finstern Lande Rollt' ein leises Donnern aus.

Aus den Wäldern stieg, den feuchten, Kühler Duft, und fern herauf Schlug die Nacht im Wetterleuchten Dann und wann die Wimpern auf.

Märchendunkel war die Stunde, Und ihr fremder Zauber rief Auf die Lippen, was im Grunde Deiner Brust versiegelt schlief;

Und erleichternd mir vom Herzen, Wie ein Blutstrom, quoll es sacht, Was mich, ach, so reich an Schmerzen Und zugleich so selig macht.

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18. · Emanuel Geibel · Poetry Cove