Skip to content
1833

15.

Emanuel Geibel

Nach dem Sturm am Himmelsrande Schwebt der Mond um Mitternacht; Langsam, schimmernd her zum Strande Rollt die Flut und brandet sacht.

Ihre dumpfen Schläge mahnen An ein Herz, das müde pocht; Keine Spur mehr läßt dich ahnen, Welch ein Chaos hier gekocht.

Sagt, wohin dies wilde Schwellen Jauchzender Titanenlust? – Wer begreift euch, Meereswellen? Wer begreift dich, Menschenbrust?

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
15. · Emanuel Geibel · Poetry Cove