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1833

12.

Emanuel Geibel

Das ist der Liebe eigen, Mit Worten muß sie schweigen; Sie spricht mit süßen Zeichen Von Dingen ohne Gleichen.

Es sagt die Hand am Herzen: Hier innen trag' ich Schmerzen Und möchte doch dies Leiden Um alle Welt nicht meiden.

Im Auge spricht die Träne: Wie ich nach dir mich sehne! Mein Wollen, Denken, Sinnen, Es will in deins verrinnen.

Es spricht der Lippe Zücken: O laß dich an mich drücken, Auf daß im Feuerhauche Sich Seel' in Seele tauche!

So webt in stummen Zeichen Sich Botschaft sonder Gleichen; Von Herz zu Herzen geht sie, Doch nur, wer liebt, versteht sie.

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