Skip to content
1833

12.

Emanuel Geibel

Du bist so still, so sanft, so sinnig, Und schau' ich dir ins Angesicht, Da leuchtet mir verständnisinnig Der dunkeln Augen frommes Licht.

Nicht Worte gibst du dem Gefühle, Du redest nicht, du lächelst nur; So lächelt in des Abends Kühle Der lichte Mond auf Wald und Flur.

In Traumesdämmerung allmählich Zerrinnt die ganze Seele mir, Und nur das eine fühl' ich selig, Daß ich vereinigt bin mit dir.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
12. · Emanuel Geibel · Poetry Cove